Der Luni-Solar-Kalender

Hallo ihr Lieben!

Ich hab’s wirklich lange vor mich hergeschoben, aber heute musste ich mich endgültig eindringlich mit dem Thema beschäftigen. Die Grundlage dazu waren gewisse Videos von dem Kanal „World’s Last Chance„. Dort wird nämlich immer wieder behauptet, dass unsere Zählung für den Sabbat falsch sei. Der „einzig WAHRE Kalender“ würde schon in der Bibel erklärt und WLC hat freilich die Wahrheit erkannt und erklärt uns in ihren Videos, wie man den Sabbat weltweit auf ganz einfache Art ermitteln kann. Dort zählt man immer von Neumond aus 7 Tage usw.

Da ich das alles nicht so leicht überprüfen konnte (oder wollte), gab ich mich mit der Feststellung der Juden zufrieden, die doch sicherlich wüssten, an welchem Tag der Sabbat ist. Ein von mir hochgeschätzter YouTuber, Rob Alphanostrum, gab mir dann schliesslich in einem seiner Videos auch noch die Antwort, dass er sich nach dem Sonne-Mond-Kalender richtet. Hmmh, das stellte ich damals noch in Frage.

Inzwischen hab ich mir ein anderes Video von WLC angesehen. Dort geht es um die Datumsgrenze. Der Titel lautet „Die Änderung der Internationalen Datumsgrenze: Der Sabbat unverändert?“. Nach diesem Beitrag fiel es mir wie Schuppen von den Augen!

Unser lebendige Gott hat uns in keinsterweise in Unkenntnis gelassen! Er hatte den Mond und die Sonne zur Bestimmung der Tage erschaffen. 1.Mo 1.14 Da befahl Gott: „Am Himmel sollen Lichter entstehen, die den Tag und die Nacht voneinander trennen und nach denen man die Jahreszeiten und auch die Tage und Jahre bestimmen kann!

Leider richtet sich die gesamte Wissenschaft nur noch nach der Sonne. Sie (die Sonne) wird mit jedem Sonntag verehrt. Diese Erkenntnis wird mich mit Sicherheit eben so lange beschäftigen wie die Erkenntnis, das die Erde nicht in einem heliozentrischem System rotiert. Wir alle haben das Bild eines runden Globus vor Augen, den wir auch täglich (z.B. bei Tagesschau im Hintergrund) vorgesetzt bekommen. Nicht anders verhält es sich aber mit unserem Kalender! Passend zum heidnischen Weihnachtsfest werden uns auch immer gleich noch die heidnischen Kalender geschenkt.

Und was hat sich nun mit dem Jüdischen Kalender bewiesen:

Wikipedia: „Die älteren Kalender waren Lunarkalender, weil sie sich an sicher beobachtbaren Himmelserscheinungen, nämlich den Mondphasen orientierten.

Der jüdische Kalender (hebr. הלוח העברי ha-lu’ach ha-iwri) ist ein Lunisolarkalender. Die Monate sind wie bei einfachen Mondkalendern an den Mondphasen ausgerichtet. Neben einem Normaljahr mit 12 Mondmonaten (ordentlich 354 Tage lang) gibt es Schaltjahre mit 13 Mondmonaten (ordentlich 384 Tage lang) zur Angleichung an das Sonnenjahr.

Die Systematik des heutigen jüdischen Kalenders beruht im Wesentlichen auf Festlegungen des Patriarchen Hillel II. aus dem Jahr 359 A. D., hat sich aber – insbesondere für die Zählung der Jahre – erst ab dem 11. Jahrhundert durchgesetzt.

Hillel II. wirkte ca. 350 bis 365 n. Chr. unter Kaiser Julian und schuf (nach einer Tradition bei Hai Gaon im Jahr 358) den nach Sonnenjahren rechnenden konstanten, bis in die Gegenwart gültigen jüdischen Kalender.“

So, was soll uns das sagen? Auch auf die Juden ist kein Verlass mehr, denn auch sie richten sich inzwischen, zumindest was den Sabbat angeht, nach dem Sonnenkalender!

Also hab ich mir nochmals den WLC Luni-Solar-Kalender vorgenommen und genauestens studiert. Was soll ich sagen: Wenn man sich mal von dem Gregorianischem Kalender befreit hat ist dieser Sonne-Mond-Kalender sowas von simpel und leicht verständlich. Ich bin mir sicher, dass JHWH kein großes Geheimnis draus machen wollte, WANN der Sabbat ist, denn wir sollen ihn ja halten! Und wirklich, nichts ist einfacher als der Luni-Solar-Kalender. Aufgrund dieser Erkenntnis wurde auch die Kalenderübersicht aktualisiert und alle Sabbate für das Jahr 2017 nach dem Luni-Solar-Kalender eingetragen.

Entscheidet aber selbst, wann, wo und wie ihr den Sabbat heiligen wollt. Ich bin ja auch nicht allwissend.

Liebe Grüße

Euer Kalu

 

 

Über Kalu

Das bin "ICH", also der "echte" Betreiber der Website. Wer oder was dahintersteckt werdet ihr in Bälde unter "Über mich" erfahren. Als ein Nachfolger Jesu Christi ist auch mir klar geworden, dass ich mich hinter nix zu verstecken brauche. Schliesslich hat ja auch unser Messias ganz öffentlich gepredigt.

4 Gedanken zu „Der Luni-Solar-Kalender

  1. Genau da ist wohl das Problem: „Wenn man sich erstmal vom Gregorianischen Kalender befreit hat…….“ Die „Gläser“ sitzen auch hier enorm fest auf unseren Nasen. Der Teufel war schon immer ein prima Optiker. VOM Gregorianischem Kalender aus betrachtet erscheint der Lunisolarkalender tatsächlich wie ein Irrgarten. Es sieht so aus, als würden die Sabbate unkontrolliert durch die Wochen hüpfen, als müsse jeden Monatsanfang ein Teleskop aufgestellt werden, um die Mondsichel nicht zu verpassen, es wird behauptet, da seien Wochen mit 8 oder 9 Tagen möglich und überhaupt – das sei doch babylonische Gestirnsanbetung! Schnell springen die Gedanken weiter: Gab es da nicht diese Hexensabbate bei Vollmond? Was machen diese Mondanbeter eigentlich? Esotherisches Sumpfgebiet!?!?!?
    Hat sich das Hirn aber einmal aus dem heutigen Zeitsystem herausgewindet und man betrachtet den Gregorianischen Kalender vom Standpunkt des Lunisolarkalender her, wechselt also den Blickwinkel, sieht man, das genau das Gegenteil der Fall ist. Man steht plötzlich inmitten eines genial simplen Zeitsystem, geordnet nach Gottes Ordnungen und im Einklang mit seinen „Lampen“ und blickt auf einen päpstlichen Kalender, der wie ein Intercity mit seinen rollenden Wochen durch die Zeit rast. Kein Wunder, das der Mensch von heute meint, die Zeit laufe ihm ständig davon. Das Hamsterrad scheint auch vom Sabbat nur wenig gebremst zu werden. Die Grundlage ist der ägyptische Sonnenkalender, alle Tage sind Planetengötter geweiht. Hier ist der tatsächliche babylonische, römische, ägyptische Sumpf! Aber wir sind diese Verdrehtheit von Mutterleib an so gewohnt……..
    Der Lunisolar – Monat dagegen hat eine Bremse. Den Neumondtag. Hier steht Mensch wieder auf NULL. Der alte Monat ist mit dem letzten Sabbat in Ruhe beendet. Man sieht es an den Neumondtagen der Bibel. GOTT beginnt was neues. Er leitet an einem 1.1. Die Befreiung der Israeliten ein, gibt Anordnungen, von diesem Tag an die Monate zu zählen (nicht kompliziert zu rechnen.) Er selbst gab den Startschuss, nicht die Neumondsichel. Die ist nur ein sichtbares Signal. Er gibt Anweisung für das Passah. Spricht mit Mose.Ein Jahr später. 1 Tag, erster Monat: Gott spricht mit Mose. Gibt Anweisung: Stifts Hütte aufbauen, Priester salben, Opferdienst beginnt. Neumondtag ist Tag des Anfangs. Dann kommen vier komplette 7-Tage Wochen. Keine hat auch nur einen Tag mehr. 4 die Zahl der Erde. Ein Symbol für irdisch begrenzte Zeit, die in „Ruhe“ endet. Mit einem Sabbat. Dann ist wieder Neumondtag, neues beginnt…….
    Ein gesundes System. Und sehr symbolträchtig, denn wir warten auf den Anbruch des großen Sabbats. Die Morgenröte ist prophetisch die Zeit des Kampfes. Und uns steht noch ein Kampf bevor…… Aber Morgenröte heißt auch: Die Befreiung naht!
    1000 Jahre Sabbat Ruhe bei Gott und dem Lamm und dann: Siehe, ich mache alles neu! (WIE NEUMONDTAG) Richtig verstanden ist der Kalender unseres Schöpfers voller mutmachender Aspekte. Kein Intercity in den Abgrund.

      1. Danke ebenfalls, Kalu. Eigentlich wollte ich ja nur wissen, warum, wieso und weshalb Samuel Snow, b.z.w. die Milleriten den 22. Oktober 1844 errechneten. Wo doch die Juden in diesem Jahr den Jom Kippur einen Monat früher feierten. Und stolpere zum ersten mal über die Karaiten und einem mir eigentlich unbekannten Kalender. Über die Tatsache, daß der Zahn der Zeit seit Mose auch den jüdischen Kalender nicht verschont hat. Er ist einfach nicht mehr das, was Gott einsetzte. Aus einem einfach anzuwendenden Zeitsystem wurde der komplizierteste Kalender der Welt, denn hier muß offenbar alles miteinander in Einklang gebracht werden. Ein Spagat aus Mose, babylonischen und ägyptischen Einflüssen, Pharisäischen Überlieferungen und römischem Diktat. Mit vielen Schaltregelungen, denn wenn die Wochensabbate nicht mehr in den Kalenderlauf integriert sind, kollidiert man ja immer wieder mit den Festsabbaten . … Wann genau sie die Woche vom restlichen Kalender abkoppelten, konnte ich noch nicht ermitteln. Vielleicht hast du Infos? Muss auf jedenfall 70 nach Christus gewesen sein, denn die Sadduzäern verschwanden offenbar mit der Tempel Zerstörung von der Bildfläche. Sie, die Jahrhundertelang den Kalender unter ihrer Obhut hatten. Und mit den Pharisäern zog auch die Astrologie im ersten Jahrhundert massiv ein. Unterschwellig war sie ja immer da gewesen.
        „….. und sie beteten das ganze Heer des Himmels an.“ Laut Jewish Enzyklopädie und „Jewish Festivals“ sind sie für die Abkoppelung der Woche verantwortlich und verlegten den Sabbatanfang auf den Freitagnachmittag. Ursprünglich umfasste er wohl die Stunden von der Morgendämmerung bis zur Abenddämmerung des 7. Wochentage. Beate setzt sich erstaunt hin und zeichnet sich die Bibelverse, die sich um Sabbat, Neumond, Tag und Nachtzeiten drehen, sowie die Schöpfungswoche von „Im Anfang schuf Gott……..“ als Zeitsteuerung auf. Es ist kaum zu fassen! Da verabschiedet man sich vom Sonntag und denkt, man halte nun den richtigen Sabbat, plagt sich ab, Freitagabend fertig zu sein – nur um nun zu merken, daß man Jahrelang doch wieder einer Tradition aufsaß.

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